All­ge­mei­nes Lern­pro­gramm

Tur­bo­CAD — all­ge­mei­nes Lern­pro­gramm

Stan­dard-3D-Objek­te wer­den direkt im Modell­be­reich erstellt. Sie wer­den durch die Aus­wahl von Wer­ten ohne jeg­li­chen Bezug auf 2D-Objek­te erstellt. Es gibt zwei Stan­dard-3D-Objek­te: Kugel und Qua­der.

Einen Qua­der erstel­len Sie mit dem Werk­zeug [Qua­der] durch die Aus­wahl von drei Punk­ten. Jeder Punkt gibt eine Ecke des Qua­der an. Der ers­te Punkt dienst als Ursprung und gibt die Posi­ti­on der X‑Y-Ebe­ne des Qua­ders an. Der zwei­te Punkt gibt die X- und Y‑Ausdehnung an und mit dem drit­ten Punkt wird die Z‑Ausdehnung des Qua­ders ein­ge­stellt. Um einen Qua­der zu zeich­nen, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Wäh­len Sie die Schalt­flä­che [Qua­der] oder Ein­fü­gen |3D-Objekt| Qua­der im Menü aus.
  • Wäh­len Sie einen Punkt.
  • Wäh­len Sie einen zwei­ten Punkt, um Län­ge und Brei­te des Qua­ders anzu­ge­ben.
  • Wäh­len Sie den drit­ten Punkt ent­we­der ober­halb oder unter­halb der ers­ten bei­den Punk­te. Damit geben Sie die Höhe des Qua­ders an. Ver­ge­wis­sern Sie sich, daß der Ras­ter-Fang aus­ge­schal­tet ist, wenn Sie die­sen Punkt aus­wäh­len.

Eine Kugel zeich­nen Sie mit dem [Kugel]-Werkzeug durch die Aus­wahl von zwei Punk­ten im Modell­be­reich. Der ers­te Punk­te dient als Mit­tel­punkt, mit dem zwei­ten Punkt legen Sie den Radi­us fest. Der Radi­us der Kugel ist also der Abstand zwi­schen dem ers­ten und dem zwei­ten Punkt. Um eine Kugel zu zeich­nen, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Wäh­len Sie die Schalt­flä­che [Kugel] oder Einfügen|3D-Objekt|Kugel im Menü aus.
  • Wäh­len Sie einen Punk­te als Mit­tel­punkt der Kugel.
  • Wäh­len Sie einen zwei­ten Punk­te, um den Radi­us der Kugel zu defi­nie­ren.
  • Betrach­ten Sie das Objekt in ver­schie­de­nen Ansich­ten. Wäh­rend­des­sen schal­ten Sie den Ren­de­ring-Modus ein und aus.

3D-Pro­fil-Objek­te ver­wen­den 2D-Objek­te zum Erstel­len von 3D-Objek­ten. Ein Dupli­kat eines 2D-Objekts, Pro­fil genannt, wird erstellt. Es gibt vier Arten von 3D-Pro­fil-Objek­ten: Kegel, Pris­ma, Nor­ma­le Extrusi­on und Dre­hung.

Pro­fi­le sind beson­de­re 2D-For­men als Teil eines 3D-Objekts. Das Pro­fil wird ver­wen­det, um die Grund­flä­chen des zuge­hö­ri­gen 3D-Objekts zu defi­nie­ren. Jedes der oben genann­ten Werk­zeu­ge ent­wi­ckelt ein Objekt auf Basis des Pro­fils. Die Pro­fi­le wer­den im Modell­be­reich ver­scho­ben, um ein neu­es 3D-Objekt zu erstel­len. Das Ergeb­nis hängt vom aus­ge­wähl­ten 3D-Werk­zeug (z.B. Dre­hung oder Kegel) ab. In den fol­gen­den Übun­gen wird ein 40mm-Kreis als Pro­fil ver­wen­det. Pro­bie­ren Sie den Vor­gang zuerst mit dem Kreis aus, dann mit ande­ren 2D-Objek­ten

Das [Kegel]-Werkzeug ver­wen­det ein 2D-Objekt und einen Punk­te, um eine Kegel-Pro­jek­ti­on zu erstel­len. Die Kegel-Pro­jek­ti­on ist defi­niert durch das 2D-Objekt als Grund­flä­che und die Höhe als Abstand des Punk­tes von der Grund­flä­che. Mit dem Kegel-Werk­zeug kön­nen Sie auch einen Ver­satz defi­nie­ren, indem Sie zuerst die X- und Y‑Koordinaten für den Punkt des Kegels ange­ben. Die­se Posi­ti­on wird Kegel­hö­hen-Basis genannt. Um einen ein­fa­chen Kegel zu zeich­nen, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Zeich­nen Sie ein 2D-Objekt.
  • Wäh­len Sie [Kegel] oder Einfügen|3D-Objekt|Kegel im Menü aus.
  • Mar­kie­ren Sie das 2D-Objekt.
  • Wäh­len Sie einen Punkt ober­halb oder unter­halb des 2D-Objekts, um die Höhe zu defi­nie­ren, oder geben Sie die Höhe im Ein­ga­be­feld “Höhe” in der Bear­bei­tungs­leis­te ein.
  • Betrach­ten Sie das Objekt in ver­schie­de­nen Ansich­ten. Wäh­rend­des­sen schal­ten Sie den Ren­de­ring-Modus ein und aus.


Um einen Kegel mit Kegel­hö­hen-Basis zu zeich­nen, fol­gen Sie den Anwei­sun­gen:

  • Zeich­nen Sie ein 2D-Objekt.
  • Wäh­len Sie [Kegel] oder Einfügen|3D-Objekt|Kegel im Menü aus.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Wäh­len Sie “Kegel­hö­hen-Basis bestim­men”.
  • Mar­kie­ren Sie das 2D-Objekt.
  • Wäh­len Sie einen Punkt ober­halb oder unter­halb des 2D-Objekts, um die Kegel­hö­hen-Basis zu bestim­men, oder geben Sie eine Posi­ti­on in den X- und Y‑Koordinatenfeldern an.
  • Wäh­len Sie einen zwei­ten Punkt ober­halb oder unter­halb des 2D-Objekts, um die Höhe zu defi­nie­ren, oder geben Sie die Höhe im Ein­ga­be­feld “Höhe” in der Bear­bei­tungs­leis­te an.
  • Betrach­ten Sie das Objekt in ver­schie­de­nen Ansich­ten. Wäh­rend­des­sen schal­ten Sie den Ren­de­ring-Modus ein und aus.

Das Pris­ma-Werk­zeug erstellt ein 3D-Objekt zwi­schen zwei aus­ge­wähl­ten 2D-Objek­ten. Jedes Objekt dient als Pro­fil für ein Ende des Pris­mas. Damit [Pris­ma] kor­rekt funk­tio­niert, müs­sen bei­de 2D-Objek­te die glei­che Anzahl an Schei­tel­punk­ten haben. Das bedeu­tet, Sie kön­nen ein Pris­ma zwi­schen zwei Krei­sen erstel­len, aber nicht zwi­schen einem Kreis und einem Qua­drat. Um ein Pris­ma zu zeich­nen, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Zeich­nen Sie ein 2D-Objekt.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Kli­cken Sie auf “Aus­wahl-Eigen­schaf­ten”, um das Dia­log­fens­ter “Aus­wahl-Eigen­schaf­ten” zu öff­nen.
  • Wäh­len Sie fol­gen­de Optio­nen aus:
    • Schal­ten Sie “3D-Modus für Modell­be­reich” ein, indem Sie das ent­spre­chen­de Opti­ons­feld in der Grup­pe “Bema­ßung Aus­wahl” mar­kie­ren.
    • Mar­kie­ren Sie “Posi­ti­on” in der Grup­pe “3D-Modus Bear­bei­tungs­leis­ten-Optio­nen”.
  • Kli­cken Sie auf [OK], um das Dia­log­fens­ter “Aus­wahl-Eigen­schaf­ten” zu ver­las­sen.
  • Mar­kie­ren Sie das Objekt.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Akti­vie­ren Sie “Kopie anle­gen”, indem Sie die Opti­on im Menü mar­kie­ren.
  • Drü­cken Sie die ‑Tas­te mehr­mals, bis das Feld “Pos. Z” akti­viert ist.
  • Geben Sie “40mm” ein.
  • Drü­cken Sie die , um den Wert der Kopie zuzu­wei­sen. Dadurch ver­schie­ben Sie eine Kopie des mar­kier­ten Objekts um 40mm nach oben.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Schal­ten Sie “Kopie anle­gen” aus, indem Sie wie­der auf die­se Opti­on kli­cken.
  • Kli­cken Sie auf [Iso­me­trisch SW]. oder wäh­len Sie Ansicht|Kamera|Isometrisch| Iso­me­trisch SW im Menü aus, um die bei­den Objek­te in der Süd­west-iso­me­tri­schen Ansicht zu betrach­ten.
  • Mar­kie­ren Sie das zwei­te 2D-Objekt.
  • Drü­cken Sie mehr­mals die ‑Tas­te, bis das Feld “Maß­stab X ” akti­viert ist.
  • Geben Sie “0,5” ein.
  • Drü­cken Sie , bis das Feld “Maß­stab Y” akti­viert ist.
  • Geben Sie “0,5” ein.
  • Drü­cken Sie die , um die Wer­te dem Objekt zuzu­wei­sen.
  • Wäh­len Sie [Pris­ma] oder Einfügen|3D-Objekt|Prisma im Menü aus.
  • Mar­kie­ren Sie ein 2D-Objekt.
  • Mar­kie­ren Sie das zwei­te 2D-Objekt.
  • Betrach­ten Sie das Objekt in ver­schie­de­nen Ansich­ten. Wäh­rend­des­sen schal­ten Sie den Ren­de­ring-Modus ein und aus.

Das Werk­zeug [Nor­ma­le Extrusi­on] erstellt ein 3D-Objekt, indem es ein 2D-Objekt ent­lang eines Pfa­des ver­schiebt. [Nor­ma­le Extrusi­on] erstellt vier ver­schie­de­ne Typen von Extrusio­nen: ver­ti­kal, frei­hän­dig, defi­nier­ter Pfad und defi­nier­ter Pfad mit defi­nier­tem Basis­punkt. Sie kön­nen meh­re­re linea­re Extrusio­nen hin­ter­ein­an­der aus­füh­ren. Um eine ver­ti­ka­le Extrusi­on zu erstel­len, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Kli­cken Sie auf [Iso­me­trisch SW] oder Ansicht|Kamera|Isometrisch| Iso­me­trisch SW im Menü, um auf die süd­west-iso­me­tri­sche Ansicht umzu­schal­ten.
  • Wäh­len Sie [Nor­ma­le Extrusi­on] oder Einfügen|3D-Objekt|Normale Extrusi­on im Menü aus.
  • Mar­kie­ren Sie ein 2D-Objekt.
  • Wäh­len Sie eine Rei­he von Punk­ten ober­halb oder unter­halb des Objekts, um den Extrusi­ons­pfad zu bestim­men, oder drü­cken Sie + und geben die Wer­te im Z‑Feld ein.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te und wäh­len Sie “Been­den”.
  • Betrach­ten Sie das Objekt in ver­schie­de­nen Ansich­ten. Wäh­rend­des­sen schal­ten Sie den Ren­de­ring-Modus ein und aus.

Um eine frei­hän­di­ge nor­ma­le Extrusi­on zu zeich­nen, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Wäh­len Sie [Nor­ma­le Extrusi­on].
  • Mar­kie­ren Sie ein 2D-Objekt.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Kli­cke Sie auf “Nor­ma­ler Pfad”, um die­se Opti­on aus­zu­schal­ten.
  • Mar­kie­ren Sie eine Rei­he von Punk­ten, ober­halb oder unter­halb des Objekts, um den Extrusi­ons­pfad zu bestim­men.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te und wäh­len Sie im Kon­text­me­nü “Been­den”.
  • Betrach­ten Sie das Objekt in ver­schie­de­nen Ansich­ten. Wäh­rend­des­sen schal­ten Sie den Ren­de­ring-Modus ein und aus.

Extrusio­nen mit defi­nier­tem Pfad benö­ti­gen zwei 2D-Objek­te. Das ers­te Objekt wird als Pro­fil ver­wen­det, das zwei­te als Extrusi­ons­pfad. Um fest­zu­le­gen, wie das Pro­fil dem Pfad folgt, wird ein bestimm­ter Punkt, Basis­punkt genannt, ver­wen­det. Der Basis­punkt folgt genau dem Pfad. Wenn der Basis­punkt nicht defi­niert ist, wird der Punkt des Pro­fil-Objekts, der am nächs­ten zum Maus­klick der Aus­wahl liegt, als Basis­punkt ver­wen­det. Extrusi­ons-Pfa­de müs­sen immer Lini­en oder linea­re Mehr­fach­li­ni­en sein. Krei­se, Sek­to­ren, Kur­ven und Mehr­fach­li­ni­en, wel­che Bogen­seg­men­te ent­hal­ten, müs­sen explo­diert wer­den, bevor sie als Extrusi­ons­pfa­de ver­wen­det wer­den kön­nen. In den fol­gen­den Bei­spie­len ist der Extrusi­ons­pfad eine gewin­kel­te Linie. Pro­bie­ren Sie den Vor­gang zuerst mit der gewin­kel­ten Linie, dann mit ande­ren Extrusi­ons­pfa­den.

HIN­WEIS: Bei der Nor­ma­len Extrusi­on bleibt das Pro­fil immer senk­recht zum Extrusi­ons­pfad. Um eine Extrusi­on mit defi­nier­tem Pfad zu erstel­len, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Wäh­len Sie [Nor­ma­le Extrusi­on].
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Wäh­len Sie “Extrusi­ons­pfad wäh­len”.
  • Mar­kie­ren Sie das ers­te 2D-Objekt als Pro­fil.
  • Mar­kie­ren Sie das zwei­te 2D-Objekt als Extrusi­ons­pfad.
  • Betrach­ten Sie das Objekt in ver­schie­de­nen Ansich­ten. Wäh­rend­des­sen schal­ten Sie den Ren­de­ring-Modus ein und aus.

Um eine Extrusi­on mit defi­nier­tem Pfad und defi­nier­tem Basis­punkt zu erstel­len, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Wäh­len Sie [Nor­ma­le Extrusi­on].
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Wäh­len Sie “Extrusi­ons­pfad wäh­len”.
  • Kli­cken Sie mit der rech­ten Maus­tas­te, um das Kon­text­me­nü zu öff­nen.
  • Wäh­len Sie “Basis­punkt für Extrusi­on bestim­men.
  • Mar­kie­ren Sie das ers­te 2D-Objekt.
  • Wäh­len Sie einen Punkt im Arbeits­be­reich, um den Basis­punkt zu bestim­men.
  • Mar­kie­ren Sie das zwei­te 2D-Objekt als Pfad.

Das Werk­zeug [Dre­hung] erstellt ein 3D-Objekt durch Aus­wahl eines 2D-Objekts und einer Dre­hungs­ach­se. Das 2D-Objekt wird um die Ach­se gedreht, so daß eine drei­di­men­sio­na­le Ober­flä­che ent­steht. Die Ach­se wird durch die Aus­wahl von zwei Punk­ten, die eine Linie erge­ben, defi­niert. Um eine Dre­hung zu zeich­nen, füh­ren Sie fol­gen­de Schrit­te aus:

  • Wäh­len Sie [Dre­hung] oder Einfügen|3D-Objekt|Drehung im Menü aus.
  • Mar­kie­ren Sie ein 2D-Objekt.
  • Wäh­len Sie den ers­ten Punkt der Ach­se.
  • Wäh­len Sie den zwei­ten Punkt, um die Ach­se fest­zu­le­gen.